Aktivist Mann: Sektierer und biologistischer Rassist aus OWL

Matthäus Westfal aus Hüllhorst findet sich schön

Heute beschäftigen wir uns mit dem rechten Youtuber Matthäus Westfal aka. Aktivist Mann aus Hüllhorst (Kreis Minden-Lübbecke). Größere Bekanntheit erlangte der IT-Systemkaufmann Westfal Ende August 2020, als er am 29.08.2020 ein Video seiner Teilnahme an den eskalativen Protesten am Reichstag in Berlin veröffentlichte. Das Video zeigt Westfal, wie er sich aktiv an dem „Sturm auf den Reichstag“ beteiligt, völlig entrückt brüllt „Das ist der Wahnsinn!“ und auch den Holocaustleugner Nikolai Nerling im Freudentaumel anschreit: „Nikolai, was geht hier ab? (…) Ein Geburtstagsgeschenk für dich zum 40!“. Schon seit Beginn der rechten Querfront-Proteste gegen die Corona-Beschränkungen taucht Westfal bei diversen Demos auf und erstellt verschwörungsmythologische Videos.

Aber wer ist dieser Aktivist Mann eigentlich? Continue reading Aktivist Mann: Sektierer und biologistischer Rassist aus OWL

Völkische Umtriebe in der AfD in OWL

Völkische Umtriebe in der AfD in OWL

Die Alternative für Deutschland (AfD) ist hinlänglich als rechte, national-chauvinistische und rassistische Partei bekannt. Dennoch überwiegt in den meisten Parteiverbänden das Bemühen, die neofaschistischen Politprogrammatiken hinter einer vermeintlich bürgerlichen Fassade zu kaschieren. Dass diese Fassade auch im ostwestfälischen Hinterland eine trügerische Lüge ist, zeigt sich auch an den völkischen Umtrieben lokaler Verbände.

Am 07.06.2020 hielt der AfD-Stadtverband Bad Driburg (Kreis Höxter) eine Mahnwache unter dem Motto „Lockdown beenden – Grundrechte schützen!“1 ab. Die OB-Kandidaten für Bad Driburg, Peter Eichenseher, und Höxter, Klaus Meyer versuchten sich an der Ehrenrettung der während der Corona-Krise vollkommen profillosen AfD.

07.06.2020 Bad Driburg,vlnr.: Klaus Lange, Rainer Mund, Peter Eichenseher, Klaus Meyer, Anette Rahnenführer und Burkhart Weecke

Dabei wurden sie von bekannten Vertretern der völkisch-neonazistischen Szene in OWL unterstützt. Ganz rechts auf dem Bild zu sehen ist der stellvertretende Vorsitzende des neurechten Thule-Seminars: der Verleger und Antiquar Burkhart Weecke aus Horn (Horn-Bad Meinberg). Continue reading Völkische Umtriebe in der AfD in OWL

24.07.2020: Rechte Proteste und AfD-Wahlkampf an Herforder Moschee

Am 24.07.20 fand in Herford zum 4. Mal die antimuslimisch-rassistisch motivierte Aktion gegen den Muezzin-Ruf statt. Initiiert hat diese Aktion Marcel Bauersfeld, ein rechter Agitator, der seit vielen Jahren in Herford aktiv ist. Beim ersten Mal versuchte er mit seiner ur-deutschen Kuhglocke den Islam aus Herford zu verjagen. Nachdem diese konfisziert wurde, kommt er jeden Freitag mit einem neuen Topf an, um damit Krach zu machen. Beim letzten Mal waren allerdings ca. 20 Unterstützer*innen aus dem AfD-Umfeld, Reichsbürger*innen sowie Birgit Ebel vor Ort, um sich mit Bauersfeld zu solidarisieren. Die AfD nutzte den letzten Freitag, um Promo-Videos für ihren Wahlkampf zu machen. Die Brisanz in Herford ist nicht an der Person Bauersfeld festzumachen, sondern vielmehr an denjenigen, die auf den antimuslimisch-rassistischen Zug aufspringen um die Stimmung für ihre Zwecke zu nutzen. Folgend unsere Einschätzung in Textform und zudem auch als PDF.

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Maximilian Kneller: Antifeminist und Nationalist

Nach dem wir zuvor bereits ein Kritikpapier zu Florian Sander und Jonas Vriesen von der AFD bzw. JA Bielefeld geschrieben haben, folgt nun ein weiterer ausführlicher Text zu Maximilian Kneller. Er fällt seit vielen Jahren durch seine klaren antifeministischen und nationalistischen Postitionen auf. Folgend hier als Text oder auch als PDF.

 

Der vorliegende Text beschäftigt sich mit dem Nationalisten und Sexisten Maximilian Kneller von der AfD Bielefeld. Kneller ist Beisitzer im Vorstand der Bielefelder AfD um Florian Sander, Bezirkssprecher der JA Detmold, Beisitzer im Vorstand der vom Verfassungsschutz als Verdachtsfall geführten JA NRW und Mitarbeiter der AfD im Landtag von NRW. Er publiziert Texte in verschiedenen neurechten Magazinen wie eigentümlich frei, Krautzone oder Blaue Narzisse. Aber am prägensten für Kneller ist seine Verachtung für Frauen* und sein nationalistischer Chauvinismus.

Werdegang

Maximilian Kneller blickt in der Alternative für Deutschland (AfD) gemessen an seinem jungen Alter auf eine lange politische Karriere zurück. Continue reading Maximilian Kneller: Antifeminist und Nationalist

Herford: Stellungnahme zu Marcel Bauersfeld

Seit nunmehr 4 Woche „demonstriert“ Marcel Bauersfeld vor der Ditib-Moschee in Herford gegen den Muezzin-Ruf. Bauersfeld wird mittlerweile von AfD- Verbänden bundesweit als „mutiger Bürger“ gefeiert. Auch rechte AlteSeit nunmehr 4 Woche „demonstriert“ Marcel Bauersfeld vor der Ditib-Moschee in Herford gegen den Muezzin-Ruf. Bauersfeld wird mittlerweile von AfD- Verbänden bundesweit als „mutiger Bürger“ gefeiert. Auch rechte Alternative Medien beziehen sich auf Bauersfeld und seine Selbstdarstellung im Westfalenblatt als vermeintlich unpolitisch.

Bei Marcel Bauersfeld handelt es sich jedoch um einen bekannten rechten Aktivisten, der mit einer klaren politischen Agenda in Herford auftritt. Bauersfelds Handlungen müssen als das benannt werden, was sie sind: antismuslimisch rassistisch motiviert. Und Marcel Bauersfeld selbst muss als das benannt werden, was er ist: ein rechter Aktivist, der die Nähe zu Neonazis nicht scheut. Seine mediale Darstellung als „unpolitischer, mutiger Bürger“ arbeitet einem rechten Heldennarrativ zu, der derzeit im Internet populär wird.

Folgend gibt es unsere Stellungnahme zu lesen, welche wir auch noch mal an verschiedene Medien geschickt haben.

Rechter Promovend: Diskussionsprozess an der Uni Bielefeld bezüglich Florian Sander

Anfang Mai haben wir eine Stellungnahme bezüglich der Promotion von Florian Sander an der Universität Bielefeld verfasst. Diese haben wir an die verschiedenen Fachschaften, den Asta, das Rektorat und an weitere Stellen verschickt.

Unsere Stellungnahme vom 07.05.20

Infolge dessen haben sich verschiedene Stellen an der Uni Bielefeld mit der Thematik rechter Promovierender und wie man damit umgehen sollte, befasst. Als sehr positiv betrachten wir die Auseinandersetzung innerhalb verschiedener Fachschaften mit dem Thema und die daraus resultierende Stellungnahme.

Folgend dokumentieren wir die universitären Stellungnahmen, um sie so einer breiteren Öffentlichkeit auch außerhalb der Uni zugänglich zu machen:

 

Antwort vom Dekanat Soziologie und der BGHS vom 15.05.20

Internes Uni-Interview mit dem Dekan der Fakultät für Soziologie und der Rektorin der Bielefeld Graduate School in History and Sociology (BGHS) vom 28.05.20

Stellungnahme verschiedener Fachschaften vom 02.07.20

Das ist Jonas Vriesen von der AfD Bielefeld. Jonas ist ein Nationalist und Rassist

Kürzlich haben sich der stellvertretende Vorsitzende der Jungen Alternative und ein Mitglied des Vorstandes der AfD Bielefeld dadurch hervorgetan, dass sie nachts Wahlplakate der Partei Die Linke zerstört haben. Aus diesem Anlaß sowie im Vorfeld der bevorstehenden Kommunalwahl im September diesen Jahres wollen wir verschiedene Personen, besonders der JA, als auch der AFD Bielefeld etwas näher betrachten. Angefangen haben wir bereits mit Florian Sander. Jetzt stellen wir euch folgend Jonas Vriesen, Vorsitzender der JA Bielefeld, näher vor.

 

Jonas Vriesen April 2020

Das ist Jonas Vriesen von der AfD Bielefeld. Jonas ist ein Nationalist und Rassist – seid nicht wie Jonas!

Das macht Jonas:

Screenshot FB (21.03.20): Jonas Vriesen berichtet von gezielter Provokation im Seminar

Jonas kommt ursprünglich aus Bocholt und machte dort 2011 sein Abitur. Jetzt studiert er Soziologie an der Universität Bielefeld und stört dort nach eigener Aussage gern mal in Seminaren mit rechter Rhetorik und Propaganda. Auch Studierende der Uni Bielefeld berichteten uns schon von Vriesens störendem Verhalten. Continue reading Das ist Jonas Vriesen von der AfD Bielefeld. Jonas ist ein Nationalist und Rassist

Dossier Orga-Kreis Grundrechte OWL / RuF2020

Die dritte geplante Veranstaltung von Grundrechte OWL am 16.05.20 wurde ihrerseits abgesagt, da ihnen der Veranstaltungsort (Kesselbrink) durch eine zuvor angemeldete und erfolgreich durchgeführte antifaschistische Kundgebung genommen wurde.

Einen Tag zuvor hatten sich die Administrator*innen aus dem gleichnamigen Telegram-Chat zurückgezogen, um unter dem Namen RuF2020 weiterzumachen.

In untenstehendem PDF beleuchten wir noch mal ausführlich die Inhalte des Chats, Aussagen verschiedener Teilnehmer*innen sowie insbesondere das Verhalten der ehemaligen Administrator*innen, welche nun im neuen RuF2020-Team formieren.

 

Corona-Kundgebung am 09.05.20 in Bielefeld

Am letzten Samstag fand am Kesselbrink in Bielefeld die zweite Anti-Corona-Veranstaltung statt, organisiert von der Gruppe „Grundrechte OWL“. Inhaltlich wurden Verschwörungstheorien und antisemitische Inhalte verbreitet, in Reden wie auch auf Plakaten. Die lokale Presse hat es leider noch nicht geschafft, sich tiefergehend kritisch mit dieser neuen Bewegung auseinanderzusetzen. Deshalb haben wir auch zu dieser Veranstaltung eine ausführliche Analyse geschrieben, welche ihr in unten stehendem Dokument lesen könnt.

Corona-Demo am 02.05.20 in Bielefeld

Am Samstag, den 02.05.20, fand eine Demonstration von Corona-Kritiker*innen in Bielelefeld statt. Diese organisierten sich bereits im Vorfeld in der Telegram-Chatgruppe „Grundrechte OWL“. Auffällig waren hier bereits antisemitische und verschwörungstheoretische Aussagen durch Personen, welche ebenfalls auf der Demonstration anwesend waren. Darüber hinaus nahm z.B. die Familie Ulrich aus Detmold-Berlebeck an der Demo teil, welche seit Jahrzehnten in der Naziszene aktiv ist. Die Anmelderin hielt es nicht für nötig sich dazu kritisch zu verhalten, nachdem sie mehrfach darauf angesprochen wurde.

Antifaschistischer Protest begleitete den Demonstrationszug, welcher nach relativ kurzer Zeit von der Polizei frühzeitig beendet wurde. In den lokalen Medien wurde völlig undifferenziert eine „linksextreme“ Gefahr herbeifantasiert. Eine kritische Auseinandersetzung mit den Teilnehmer*innen der Corona-Demonstration fand nicht statt. Die Medien tragen an dieser Stelle einmal mehr dazu bei, rechte Positionen zu ignorieren und diese weiter gesellschaftsfähig zu machen.

Auf Grund der desaströsen Berichterstattung haben wir eine eigene Stellungnahme geschrieben, um fürs Erste einige Akteur*innen zu beleuchten und die Gefahr zu benennen, die von solchen Demonstrationen ausgeht. Unsere Stellungnahme, welche ihr unten als PDF findet, haben wir an verschiedene Medien verschickt.